日独経済日記

「毎日がうまくいく366のヒント」の訳者:今のドイツのリアルをお届けします

20251011 日独経済、飛躍への期待

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<Japanese>
ドイツの実質GDPは、コロナ後の回復が一巡した2023年に▲0.9%、2024年に▲0.5%と、2年連続でマイナス成長となりました。今年もトランプ関税(15%)の逆風により、3年連続のマイナス成長が懸念されていました。しかし、その影響は当初の想定ほど大きくなく、GDPを▲0.3%押し下げる程度にとどまる見込みです。その結果、2025年は+0.2%と小幅ながらもプラス成長で着地する可能性が高まっています。

一方で、メルツ首相が就任前から準備してきた大規模な財政出動は、来年以降に効果を発揮し始め、GDPを+0.8%程度押し上げると見込まれます。これにより、今後2年間はドイツの成長率が+1%台半ばを維持できそうです。シニア世代の大量退職に伴う構造的な人手不足が労働投入を押し下げており、足元の潜在成長率は+0.4%と日本と同水準にとどまっていますが、今後のインフラやデジタル分野を中心とした設備投資の拡大が、潜在成長率を+0.2%程度は押し上げてくれるものと期待されています。

世界経済の成長率は今後2年間で+3%前後、ユーロ圏も+1%強にとどまる見通しです。輸出依存度の高いドイツにとって外部環境は追い風になりにくいものの、むしろ内需主導型経済への転換を進める好機とも言えます。名目GDP4.3兆ユーロ(2024年)とユーロ圏の約3割を占めるドイツが潜在成長率を底上げできれば、ユーロ圏全体の強靭性向上にも直結します。日本経済は円安の影響で規模が小さく見えがちですが、実際にはドイツとほぼ同等の巨大市場です。高市新首相のリーダーシップの下、産業競争力強化やエネルギー・食料安全保障、国土強靭化といった「ワイズ・スペンディング」を通じて、デフレからの完全脱却が期待されます。今後2年間は、日独双方にとって飛躍に向けた大きなチャンス/正念場だと思っています。


<English>
Germany’s real GDP contracted by –0.9% in 2023 and –0.5% in 2024, marking two consecutive years of negative growth after the post‑pandemic rebound had run its course. For 2025, there were widespread concerns that the 15% “Trump tariffs” would trigger a third year of contraction. Yet the actual impact appears less severe than initially feared, likely reducing GDP by only –0.3%. As a result, Germany is now expected to achieve a modest but positive growth rate of +0.2% this year.

At the same time, the large‑scale fiscal stimulus prepared by Chancellor Merz even before taking office is set to unfold its effects from next year onward, with an estimated boost of around +0.8% to GDP. This should allow Germany to sustain growth in the mid‑1% range over the coming two years. Although structural labor shortages—driven by the mass retirement of senior generations—are weighing on labor input and keeping potential growth at just +0.4%, roughly the same as Japan, the expansion of investment in infrastructure and digitalization is expected to lift potential growth by +0.2%pt.

Globally, economic growth is projected to hover around +3% over the next two years, with the euro area limited to just above +1%. For an export‑oriented economy like Germany, such an environment offers little external tailwind. Yet this very circumstance provides an opportunity to accelerate the transition toward a more domestically driven growth model. With a nominal GDP of €4.3 trillion in 2024—accounting for roughly 30% of the euro area—Germany’s ability to raise its potential growth would directly enhance the resilience of the entire eurozone.

Japan, too, despite appearing smaller due to the depreciation of the yen, remains a market of nearly equal scale to Germany. Under the leadership of new Prime Minister Takaichi, expectations are rising that “wise spending” aimed at strengthening industrial competitiveness, securing energy and food supplies, and reinforcing national resilience will finally bring about a decisive end to deflation.

The coming two years thus represent not only a critical test but also a rare opportunity for both Germany and Japan to achieve a new leap forward.


<German>
Das reale Bruttoinlandsprodukt Deutschlands schrumpfte 2023 um –0,9 % und 2024 um –0,5 % und verzeichnete damit zwei Jahre in Folge ein negatives Wachstum, nachdem die Erholung nach der Pandemie weitgehend abgeschlossen war. Für 2025 bestand die Sorge, dass die 15‑prozentigen „Trump‑Zölle“ ein drittes Jahr der Rezession auslösen könnten. Doch die tatsächlichen Auswirkungen scheinen weniger gravierend als zunächst befürchtet und dürften das BIP lediglich um –0,3 % belasten. Folglich zeichnet sich für dieses Jahr ein leicht positives Wachstum von +0,2 % ab.

Gleichzeitig wird das von Bundeskanzler Merz bereits vor seiner Amtsübernahme vorbereitete großangelegte Konjunkturprogramm ab dem kommenden Jahr seine Wirkung entfalten und das BIP voraussichtlich um rund +0,8 % anheben. Damit dürfte Deutschland in den nächsten zwei Jahren ein Wachstum im Bereich von Mitte +1% halten können. Zwar drücken strukturelle Arbeitskräfteengpässe infolge der massenhaften Verrentung älterer Generationen auf den Arbeitseinsatz und begrenzen das Potenzialwachstum derzeit auf +0,4 % – ein Niveau, das dem Japans entspricht –, doch die Ausweitung der Investitionen insbesondere in Infrastruktur und Digitalisierung könnte das Potenzialwachstum um +0,2 Prozentpunkte erhöhen.

Die Weltwirtschaft dürfte in den kommenden zwei Jahren um etwa +3 % wachsen, während der Euroraum bei etwas über +1 % verharrt. Für die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft bedeutet dies kaum Rückenwind von außen. Gleichwohl eröffnet gerade diese Situation die Chance, den Wandel hin zu einem stärker binnenwirtschaftlich getragenen Wachstumsmodell zu beschleunigen. Mit einem nominalen BIP von 4,3 Billionen Euro im Jahr 2024 – rund 30 % des Euroraums – würde eine Anhebung des deutschen Potenzialwachstums unmittelbar zur Stärkung der Widerstandskraft der gesamten Eurozone beitragen.

Auch die japanische Wirtschaft, die aufgrund der Yen‑Schwäche kleiner erscheint, ist in Wirklichkeit ein nahezu gleich großer Markt wie Deutschland. Unter der Führung von neuer Premierministerin Takaichi wächst die Erwartung, dass durch „Wise Spending“ – zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit, zur Sicherung von Energie‑ und Nahrungsmittelversorgung sowie zur Erhöhung der nationalen Resilienz – die endgültige Überwindung der Deflation gelingt.

Die kommenden zwei Jahre stellen somit sowohl für Deutschland als auch für Japan eine entscheidende Bewährungsprobe dar – und zugleich eine historische Chance für einen neuen Aufbruch.

 

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