日独経済日記

「毎日がうまくいく366のヒント」の訳者:今のドイツのリアルをお届けします

20260327 ドイツ労働時間短縮の果てにあるジレンマ

ブログランキング・にほんブログ村へ にほんブログ村 海外生活ブログ ドイツ情報へ  にほんブログ村 外国語ブログ ドイツ語へ  にほんブログ村 投資ブログへ

www.oecd.org


<Japanese>

今は昔、私が銀行員になったばかりの1988年(38年前)当時は、まだ土曜日が営業日でした。出勤して働いていたと言っても、担保物件の写真を撮って現像しに行ったり、定型的で簡単な稟議書を手書きで作成し、そのコピーを出来るだけきれいに取ったり、あるいは急ぎの稟議書を本部担当者に直接持参したりしていた程度です。今ならスマホとPCを使って1時間もあれば終わるようなタスクを、丸一日かけてやっていたわけです。翌1989年2月から金融機関でも完全週休二日制が導入され、労働時間や通勤時間は少し減りましたが、今思えば恥ずかしくなるくらい中身の薄い仕事を、長時間必死にこなしていた毎日でした。

当時から既に日本とドイツの労働時間には大きな開きがありました。当時の日本の年平均労働時間(OECDデータ)が2,092時間だったのに対し、ドイツは1,619時間。これは2024年の日本水準(1,617時間)とほぼ同じであり、「当時のドイツは日本の36年先を行っていた」と言えるのかもしれません。その後もドイツは労働時間の短さで世界のトップを走り続けており(2024年:1,331時間)、今や「ワークライフバランスの世界チャンピオン」と称されています。

ところが、少子高齢化の進行に伴い、現在のドイツでは日本と同様に人手不足が深刻化しています。そして、ドイツ人の世界一の短時間労働が、その人手不足にさらなる拍車をかけているのも事実です。私が住むNRW州の小学校では、教員不足のせいで幼い子供たちへ十分なケアが行き届かず、小学1・2年生の6.5%が留年を余儀なくされているという地元紙の記事を目にし、ドイツの将来が大変心配になりました。

こうした危機感から、メルツ政権はあの手この手で労働供給量を増やそうと躍起になっています。「早期年金生活入りの制限」や、配偶者の就労意欲を削ぐ要因とされてきた「夫婦の所得を平均する税制(Ehegattensplitting)の廃止」、さらには「祝日の削減」といった劇薬まで検討の俎上に載せています。しかし、長年かけて勝ち取ってきた労働者の既得権を犠牲にしてまで、自ら長く働こうと考えるドイツ人は少数派です。

一方、日本ではまだ「労働時間をどう減らすか」という議論が中心であり、ドイツのように「縮め過ぎた労働時間をどうやって取り戻すか」というトリッキーな難題に直面しているわけではないように見えます。とはいえ、「人手が足りない中で、どうやって社会を回していくか」という本質的な課題は両国共通です。今後は、ロボットやAIの徹底的な利活用と社会実装によって、この重い課題の解決が両国で進むことを期待してやみません。

 

<English>

Looking back, it feels like a bygone era. When I first started my career as a bank employee in 1988—thirty-eight years ago—Saturdays were still regular business days. Even though we went to the office, the work itself consisted of taking photos of collateral properties and dropping off the film for development, hand-writing routine approval documents, trying to make the cleanest possible photocopies, or hand-delivering urgent paperwork directly to the headquarters. Tasks that would easily take less than an hour today using a smartphone and a PC consumed our entire day. The full five-day workweek was introduced to financial institutions the following year, in February 1989, which slightly reduced our working hours and commuting time. However, reflecting on it now, it is almost embarrassing to recall how desperately we toiled over work that had such little substance.

Even back then, a stark contrast existed between working hours in Japan and Germany. While Japan’s annual average working hours stood at 2,092 (according to OECD data), Germany's were at 1,619. This figure is nearly identical to Japan's 2024 level (1,617 hours), suggesting that Germany was perhaps "36 years ahead of Japan." Since then, Germany has continued to lead the world with the shortest working hours (1,331 hours in 2024), rightfully earning the title of the "World Champion of Work-Life Balance."

Today, however, driven by a declining birthrate and an aging population, Germany faces a severe labor shortage, much like Japan. It is an undeniable fact that the world's shortest working hours are exacerbating this very shortage. I recently read a deeply concerning article in a local newspaper here in North Rhine-Westphalia, where I live. Due to a severe shortage of teachers, young children are not receiving adequate attention, forcing 6.5% of first- and second-graders to repeat the school year. This left me feeling deeply anxious about Germany's future.

Driven by this sense of crisis, the Merz administration is pulling out all the stops to increase the labor supply. They are putting drastic measures on the table: restricting early retirement, abolishing the Ehegattensplitting (spousal income splitting)—which is seen as a disincentive for spouses to work—and even reducing the number of public holidays. However, only a minority of Germans are willing to voluntarily work longer hours at the expense of the hard-won labor rights they have secured over the years.

Meanwhile, the debate in Japan is still largely focused on how to reduce working hours; Japan does not seem to face the tricky conundrum currently confronting Germany: how to reclaim working hours that have been reduced too far. Nevertheless, the fundamental challenge of "how to keep society functioning amidst a labor shortage" is shared by both nations. Moving forward, it is my sincere hope that the comprehensive utilization and societal implementation of robots and AI will pave the way for resolving this heavy burden in both countries.


<Germany>

Wenn ich heute zurückblicke, erscheint es mir fast wie aus einer anderen Zeit. Als ich 1988 – vor 38 Jahren – meine Laufbahn als Bankangestellter begann, war der Samstag noch ein regulärer Arbeitstag. Doch auch wenn wir ins Büro gingen, bestand unsere Arbeit oft nur darin, Fotos von Sicherheiten zu machen und die Filme zum Entwickeln zu bringen, routinemäßige und einfache Genehmigungsanträge von Hand zu verfassen, möglichst saubere Kopien davon anzufertigen oder eilige Dokumente persönlich in der Zentrale abzugeben. Für Aufgaben, die heute mit Smartphone und PC in nicht einmal einer Stunde erledigt wären, haben wir damals einen ganzen Tag gebraucht. Im Februar des darauffolgenden Jahres 1989 wurde auch in der Finanzbranche die Fünf-Tage-Woche eingeführt, was unsere Arbeits- und Pendelzeiten etwas reduzierte. Wenn ich jedoch heute daran zurückdenke, ist es fast beschämend, wie verbissen wir damals Stunden mit Tätigkeiten verbrachten, die eigentlich kaum Substanz hatten.

Schon damals klaffte zwischen den Arbeitszeiten in Japan und Deutschland eine gewaltige Lücke. Während die durchschnittliche Jahresarbeitszeit in Japan (laut OECD-Daten) bei 2.092 Stunden lag, betrug sie in Deutschland lediglich 1.619 Stunden. Dies entspricht fast genau dem japanischen Niveau von 2024 (1.617 Stunden), was den Schluss zulässt, dass „das damalige Deutschland Japan um 36 Jahre voraus war“. Auch danach hat Deutschland seine weltweite Spitzenposition bei den kürzesten Arbeitszeiten (1.331 Stunden im Jahr 2024) behauptet und wird heute oft als „Weltmeister der Work-Life-Balance“ bezeichnet.

Mit dem fortschreitenden demografischen Wandel und der Überalterung der Gesellschaft leidet Deutschland heute jedoch – genau wie Japan – unter einem eklatanten Arbeitskräftemangel. Und es ist eine Tatsache, dass die weltweit kürzesten Arbeitszeiten der Deutschen diesen Mangel noch weiter verschärfen. Kürzlich las ich in einer Lokalzeitung hier in Nordrhein-Westfalen, wo ich lebe, einen besorgniserregenden Artikel: Aufgrund des Lehrermangels werden junge Kinder nicht mehr ausreichend betreut und gefördert, was dazu führt, dass 6,5 % der Erst- und Zweitklässler eine „Ehrenrunde“ drehen, also das Schuljahr wiederholen müssen. Das weckte in mir große Sorge um die Zukunft Deutschlands.

Angesichts dieser Krise setzt die Regierung Merz alle Hebel in Bewegung, um das Arbeitskräfteangebot zu erhöhen. Dabei stehen sogar drastische Maßnahmen auf dem Prüfstand: die Einschränkung des frühen Renteneintritts, die Abschaffung des Ehegattensplittings, das oft als Hemmnis für die Erwerbstätigkeit von Ehepartnern gilt, und sogar die Streichung von Feiertagen. Doch nur eine Minderheit der Deutschen ist bereit, aus freien Stücken länger zu arbeiten und dafür die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte der Vergangenheit zu opfern.

In Japan hingegen dreht sich die Debatte nach wie vor hauptsächlich darum, wie Arbeitszeiten weiter verkürzt werden können. Das Land steht offenbar nicht vor dem heiklen Dilemma Deutschlands: „Wie gewinnt man zu stark verkürzte Arbeitszeiten wieder zurück?“. Dennoch ist die grundlegende Herausforderung für beide Länder dieselbe: „Wie halten wir unsere Gesellschaft am Laufen, wenn das Personal fehlt?“. Ich hoffe inständig, dass der umfassende Einsatz und die gesellschaftliche Implementierung von Robotik und KI künftig dazu beitragen werden, diese enormen Herausforderungen in beiden Ländern zu bewältigen.




【ドイツ関連日本語記事】

www.newsdigest.de

【ドイツ経済直近断面】

note.com

【ドイツ駐在サバイバルノウハウ集】

dateno.hatenablog.com

気に入って頂けましたら、今日の応援(↓ポチっと)よろしくお願いします(1秒で済みます)。
応援クリックは何よりも更新の励みになります。
ご質問などございましたら遠慮なくコメント欄にお寄せください。

ブログランキング・にほんブログ村へ にほんブログ村 海外生活ブログ ドイツ情報へ  にほんブログ村 外国語ブログ ドイツ語へ  にほんブログ村 投資ブログへ