
私の訳書、かなりの分量を立ち読みできます。
よろしければちょっと覗いてみてください。
https://books.google.co.jp/
<Japanese>
35年前の5月、社会人生活を3年経験した私は、
一方で、ネットとAIが基礎インフラとなった今の若者たちには、
デジタル技術によってあらゆるものが便利になった時代だからこそ
<English>
Thirty-five years ago in May, after three years in the professional world, I crossed the ocean for the very first time. Accompanied by my wife, I had been granted the opportunity to study business administration and the German language at the University of Cologne as a corporate-sponsored student. It was a two-year journey that began in 1991. In an era devoid of the internet and smartphones, and with my less-than-stellar English, navigating life in a foreign country for the first time was unimaginably arduous. Communicating with my company and family relied on exorbitant international phone calls or airmail of uncertain delivery times. From house-hunting and visa applications to resident registration and opening a bank account, the sheer exertion required was manifold more exhausting than my work back in Japan. Amidst an overwhelming lack of information, my days were a series of clumsy, fumbling struggles. Yet, looking back, I realize that era possessed a certain magnanimity that tolerated inefficiency and waste; it afforded us ample time to learn from our mistakes.
On the other hand, the youth of today—for whom the internet and AI serve as foundational infrastructure—are rarely granted such "margins for error." They are expected to handle everything flawlessly, seemingly stripped of the opportunity to navigate through a dearth of information on their own. An environment where AI instantaneously provides "the shortest route to avoid failure" and "perfect translations" is undeniably convenient and efficient. Conversely, however, the courage to confront others using one's own unpolished words, or the serendipitous discoveries born from accidental detours, are increasingly being lost. The conscious effort to seek out primary sources and digest information with one's own eyes and mind cannot be sustained without deliberate intent. Cultivating the discernment required to master AI within one's field of expertise—while skillfully navigating the risks of hallucination—seems to have become, ironically, an even more daunting task for today's younger generation.
Precisely because we live in an age where digital technology has made everything so effortlessly convenient, the experiences we grasp with our five senses—and the times we connect deeply with others, even at the risk of getting hurt—become the irreplaceable "flesh and blood" of our humanity, something AI can never replicate. The immense amount of time my younger self spent clumsily wrestling with the unfamiliar culture of Germany unexpectedly culminated in the publication of my translation of a German bestseller. From the forgiving job-hunting landscape of the bubble era to experiencing a study abroad program during a tolerant time that permitted failure—I find myself now, at the height of the AI era, reflecting deeply on just how blessed my professional life has been by the times, shaped by a continuous string of fortunate encounters.
<German>
Im Mai vor 35 Jahren, nachdem ich drei Jahre im Berufsleben gestanden hatte, überquerte ich zum ersten Mal in meinem Leben das Meer. Begleitet von meiner Frau hatte ich die Gelegenheit erhalten, als von meinem Unternehmen entsandter Student an der Universität zu Köln Betriebswirtschaftslehre und Deutsch zu studieren. Es war ein zweijähriger Aufenthalt, der 1991 begann. In einer Zeit ohne Internet und Smartphones und mit meinem damals noch recht ungelenken Englisch war dieses erste Leben in einem fremden Land unvorstellbar hart. Die Kommunikation mit der Firma und der Familie beschränkte sich auf teure internationale Telefonate oder Luftpost, von der man nie wusste, wann sie ankommen würde. Von der Wohnungssuche über die Beantragung des Visums, die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt bis hin zur Eröffnung eines Bankkontos – all diese Mühen waren um ein Vielfaches aufreibender als meine Arbeit in Japan. Inmitten eines überwältigenden Mangels an Informationen waren meine Tage eine Abfolge ungeschickter, tastender Versuche. Wenn ich jedoch heute darauf zurückblicke, erkenne ich, dass diese Epoche eine gewisse Großzügigkeit besaß, die Ineffizienz und Umwege tolerierte; sie gewährte uns reichlich Zeit, aus unseren Fehlern zu lernen.
Andererseits wird der heutigen Jugend, für die das Internet und KI zur grundlegenden Infrastruktur geworden sind, ein solcher „Spielraum für Fehler“ kaum noch zugestanden. Es wird erwartet, dass sie alles makellos bewältigen, und es scheint, als werde ihnen die Möglichkeit genommen, sich bei einem Mangel an Informationen selbst voranzutasten. Eine Umgebung, in der KI augenblicklich „den kürzesten Weg zur Fehlervermeidung“ und „perfekte Übersetzungen“ liefert, ist zweifellos praktisch und effizient. Doch auf der anderen Seite gehen dabei oft der Mut, sich dem Gegenüber mit eigenen, ungeschliffenen Worten zu stellen, sowie die kleinen Entdeckungen, die sich aus zufälligen Umwegen ergeben (Serendipität), verloren. Die Anstrengung, selbst auf Primärquellen zurückzugreifen und die Informationen mit eigenen Augen und dem eigenen Verstand zu verarbeiten, lässt sich ohne äußerst bewusste Bemühung kaum aufrechterhalten. Die Urteilskraft zu kultivieren, die nötig ist, um KI in Fachgebieten meisterhaft einzusetzen und dabei die Risiken von Halluzinationen zu umschiffen, scheint für die junge Generation von heute paradoxerweise noch schwieriger geworden zu sein.
Gerade weil wir in einer Zeit leben, in der digitale Technologien alles so bequem gemacht haben, werden die Erfahrungen, die wir mit unseren eigenen fünf Sinnen machen – und die Momente, in denen wir uns tief auf andere einlassen, selbst wenn wir dabei manchmal verletzt werden –, zu unserem unersetzlichen menschlichen „Fleisch und Blut“, das keine KI jemals nachahmen kann. Die immense Zeit, die mein jüngeres Ich damit verbrachte, ungeschickt mit der fremden Kultur Deutschlands zu ringen, mündete unerwartet in der Veröffentlichung meiner Übersetzung eines deutschen Bestsellers. Von der entspannten Jobsuche der Bubble-Ära bis hin zum Auslandsstudium in einer nachsichtigen Zeit, die Fehler verzieh: Heute, auf dem Höhepunkt des KI-Zeitalters, wird mir tief und eindringlich bewusst, wie sehr mein Berufsleben vom Zeitgeist begünstigt war und welch ununterbrochene Kette glücklicher Fügungen es darstellte.
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