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<Japanese>
今年は欧州にとって「秩序の揺らぎ」を痛感させられた1年だったように思います。米国があからさまに欧州分断を政策目標に掲げ、ウクライナ戦争をディール化し、EUはトランプ関税の交渉でほぼ無抵抗のまま譲歩を余儀なくされました。その結果、欧州は気候変動対策の優先順位を下げ、安全保障における自立を最優先するようになりました。この「欧州の自立化」への動きはビジネス面においても、サプライチェーンや市場戦略に直接大きく影響します。また、欧州は官僚主義の削減や域内市場の深化にも力を入れ始めており、企業にとっては参入障壁や規制環境の変化を意味しています。これまでの「成熟し安定した欧州市場」という前提は崩れつつあり、変化への対応力がますます問われる局面に入りました。
今年のドイツ流行語大賞が「AI時代」だったことに象徴される通り、ドイツでもAIの社会実装が加速しています。AIの普及と共にデジタル化や自動化が加速的に進み、ビジネス慣行や消費者行動も変化しつつあります。ビジネスにおいては、社内ではルーチンや分析の大部分をAIが片づけてくれ、社外ではAIのエージェント同士が意思疎通を済ませてくれるようになりつつあります。プライベートにおいては、外国語のメディアや論文がどんどん読みこなせますし、悩み事相談や語学レッスンもAIで済んでしまいます。個人的には、この1年でリサーチ業務やメールをチェックする効率が5倍にはなった実感があります。最近はPCの音声対応も進化していて、家に居ながらにしてAI相手にドイツ語会話が好きなだけ練習できます。私の成長の限界になっているのは、もはやお金や時間ではなく、脳みそのキャパだけという状態になっています。
2026年の欧州を読み解く鍵は「自立化」「AI」「生活・ビジネス習慣の変化」という3つの軸にあるのかもしれません。ただ、ふと私自身を振り返ると、マイクロソフト、グーグル、アップルといった米メガテックへの依存度はむしろ高まる一方で、「自立」とは程遠い状況です。もし今日サブスク料金を5倍に引き上げられても、泣く泣く継続せざるを得ないでしょう。日独経済の対中依存を論じる前に、まず自分のメガテック依存を何とかすべきなのかもしれません。
<English>
For Europe, this year has been a stark reminder of how fragile the existing order has become. The United States has openly set out to fragment Europe, has treated the war in Ukraine as a deal, and the EU has found itself conceding almost without resistance in the negotiations over Trump's tariffs. Consequently, Europe has lowered the priority of climate policy and placed strategic autonomy in security at the top of its agenda. This shift towards a 'more self-reliant Europe' is already reshaping business realities and directly affecting supply chains and market strategies. At the same time, Europe has begun to invest in reducing bureaucratic burdens and deepening the single market — developments that signal changing entry barriers and regulatory conditions for companies. The long-held assumption of a 'mature and stable European market' is eroding, and the ability to adapt to rapid change is becoming more essential than ever.
The fact that Germany's Word of the Year was 'AI era' highlights another significant change: the rapid adoption of AI across German society. As AI spreads, digitalisation and automation are advancing at an exponential pace, transforming business practices and consumer behaviour alike. Within companies, AI now handles much of the routine work and analytical tasks, while outside of companies, AI agents are becoming increasingly capable of communicating with one another on our behalf. In our personal lives, foreign-language media and academic papers have become far more accessible, and even personal advice or language lessons can be provided by AI. Personally, I have found that the efficiency of my research and email processing has increased fivefold over the past year. Thanks to recent advances in voice interfaces, I can now practise German conversation with AI at home as much as I like. At this stage, money and time are no longer the limiting factors in my growth, but simply the capacity of my own brain.
From this perspective, understanding Europe in 2026 may require consideration of three factors: 'autonomisation', 'AI', and 'shifts in everyday and business habits'. Yet when I consider my own situation, I realise that my reliance on American technology giants such as Microsoft, Google and Apple has only increased. I am nowhere near 'autonomous'. If subscription fees were to increase fivefold overnight, I would have little choice but to continue paying. Before discussing Europe's or Japan's dependence on China, I should first address my own dependence on US megatech.
<German>
Dieses Jahr war für Europa ein eindringlicher Hinweis darauf, wie brüchig die bestehende Ordnung geworden ist. Die Vereinigten Staaten erklärten die Spaltung Europas offen zu einem politischen Ziel, behandelten den Krieg in der Ukraine wie einen verhandelbaren Deal und die EU sah sich in den Verhandlungen über die Trump-Zölle nahezu widerstandslos zu Zugeständnissen gezwungen. In der Folge rückte Europa den Klimaschutz in der Priorität nach unten und erklärte sicherheitspolitische Eigenständigkeit zur obersten Aufgabe. Diese Bewegung hin zu einer „europäischen Selbstständigkeit” wirkt sich unmittelbar auf die Wirtschaft aus: auf Lieferketten, Marktstrategien und die gesamte geschäftliche Planung. Gleichzeitig beginnt Europa, Bürokratie abzubauen und den Binnenmarkt zu vertiefen. Diese Entwicklungen bedeuten für Unternehmen veränderte Markteintrittsbarrieren und neue regulatorische Rahmenbedingungen. Die bisherige Annahme eines „reifen und stabilen europäischen Marktes” gerät ins Wanken und die Fähigkeit, sich rasch an Veränderungen anzupassen, wird immer entscheidender.
Die Wahl des deutschen Wortes des Jahres 2025 „KI-Ära“ steht sinnbildlich für eine weitere große Verschiebung: die rapide Beschleunigung der gesellschaftlichen Implementierung von KI. Mit ihrer Verbreitung schreiten Digitalisierung und Automatisierung in rasantem Tempo voran und verändern Geschäftsgewohnheiten sowie das Konsumverhalten. In Unternehmen erledigt KI inzwischen einen Großteil der Routinen und Analysen, außerhalb übernehmen KI-Agenten zunehmend die Kommunikation untereinander. Im privaten Bereich werden fremdsprachige Medien und wissenschaftliche Texte immer leichter zugänglich und selbst Beratungsgespräche oder Sprachunterricht lassen sich problemlos von KI übernehmen. Für mich persönlich hat sich die Effizienz bei Recherchen und beim Bearbeiten von E-Mails im vergangenen Jahr gefühlt verfünffacht. Dank der jüngsten Fortschritte bei Sprachschnittstellen kann ich inzwischen zu Hause so viel Deutsch sprechen üben, wie ich möchte. Meine Wachstumsgrenze wird nicht mehr durch Geld oder Zeit bestimmt, sondern allein durch die Kapazität meines eigenen Gehirns.
Vor diesem Hintergrund lassen sich die entscheidenden Achsen für das Verständnis Europas im Jahr 2026 vielleicht als „Selbstständigkeit“, „KI“ und „Veränderung der Lebens- und Geschäftspraktiken“ beschreiben. Wenn ich jedoch auf mich selbst blicke, stelle ich fest, dass meine Abhängigkeit von amerikanischen Megatech-Konzernen wie Microsoft, Google und Apple eher noch zugenommen hat. Von „Selbstständigkeit” kann keine Rede sein. Würden die Abonnementgebühren heute auf das Fünffache steigen, müsste ich wohl oder übel weiterzahlen. Bevor ich über die China-Abhängigkeit der deutsch-japanischen Wirtschaft spreche, sollte ich vielleicht erst meine eigene Megatech-Abhängigkeit in den Griff bekommen.
【日独経済日記関連】
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