
<Japanese>
エネルギー高や物価高、長期化する経済低迷、さらには難民・移民政策への不満を一身に集め、右派ポピュリズム政党「ドイツのための選択肢(AfD)」の躍進が止まりません。全独ベースの世論調査における支持率は3割近くに達し、トップを独走しています。かつて「AfDを半減させる」と豪語したメルツ首相ですが、皮肉にも足元で支持を半減させたのは自身率いるCDU/CSUでした(2020年コロナ初期の支持率ピーク比)。AfDが単独過半数を握らない限り即座の政権奪取はないものの、同党を排除した連立形成は難航を極め、仮に発足しても大胆な政策判断は望めません。加えて、反EU・排外的な機運の高まりは高度外国人材のドイツ敬遠を招き、深刻な人手不足と産業競争力の低下に拍車をかけるリスクを孕んでいます。国家機密に触れるAfD議員の増加により、危険な第三国への情報漏洩を懸念する声も高まっています。
このような状況下、在独日系企業としては、特に以下三点に留意すべきと考えています。
①優秀な人材の獲得・維持: シニア世代の大量退職で人手不足が一段と進むなか、採用要件の柔軟化や社内英語化を徹底するなど、ターゲット層の裾野を広げる工夫が重要です。
②シナリオプランニングの再構築: 対ロシア制裁や気候変動政策など、AfDが強く反発する領域での政策変更リスクを事業計画内でも配慮する必要があります。
③外国人従業員の安全確保とケア: 地域ごとのリスクを把握し、生活圏の治安情報共有やメンタル面でのサポートなど、丁寧な生活支援を講じるべきでしょう。
そして、一見して外国人と分かる私たち在留日本人にとっても、日常生活におけるリスク管理の重要性が高まっています。ドイツは基本的に治安が良く、外国人への重大犯罪は統計上まれとはいえ、社会の緊張が高まる局面では警戒を怠れません。周囲の状況への目配りやデモへの接近回避、夜間の単独行動を避けること、そして差別的な挑発に乗らないといった、基本的な安全行動の徹底がこれまで以上に大切です。また、議論を好むドイツ社会であっても、移民や治安、国家アイデンティティを巡る対立は今や感情的な摩擦を生みやすい地雷原となっています。安易に深入りせず、健全な距離感を保つ知恵が求められます。
ドイツには、揺るぎない法治主義の伝統と、自浄作用が機能する市民社会の強靭さがあります。過度に恐れを抱くのではなく、社会の変容を正しく理解した上で、現実的な備えを重ねていく――現場に生きる私たち自身のしなやかな適応力こそが問われていると感じます。「日独経済日記」としても、変化の激しいこの地で挑戦を続ける皆様の羅針盤となるべく、実務に資する情報発信を続けてまいります。
<English>
The ascent of the right-wing populist party Alternative für Deutschland (AfD) shows no signs of slowing, fueled by widespread discontent over soaring energy costs, persistent inflation, prolonged economic stagnation, and contentious migration policies. In nationwide polls, its support hovers near 30 percent, establishing a commanding lead. Chancellor Merz once boldly pledged to “halve the AfD,” yet ironically, it is his own CDU/CSU whose support has shrunk by nearly half compared to its early-pandemic peak in 2020. Barring an outright parliamentary majority, the AfD will not immediately seize power; nevertheless, forming coalitions around the cordon sanitaire becomes increasingly fraught, and any resulting government will struggle to enact decisive reforms. Furthermore, rising Euroscepticism and xenophobic sentiment risk deterring high-skilled international talent, aggravating severe labor shortages and eroding industrial competitiveness. Concerns are also mounting over potential intelligence leaks to hostile third-party states as more AfD parliamentarians gain access to classified state secrets.
Under these circumstances, Japanese enterprises operating in Germany should remain mindful of three key imperatives:
Attracting and Retaining Top Talent: As the wave of baby-boomer retirements deepens workforce deficits, companies must broaden their recruitment horizon by adopting more flexible qualification criteria and institutionalizing English in daily business operations.
Revisiting Scenario Planning: Strategic plans must anticipate policy disruptions in areas fiercely opposed by the AfD, notably sanctions against Russia and progressive climate initiatives.
Safeguarding and Supporting Expatriate Personnel: Management should assess regional disparities in risk, proactively sharing local security updates and offering attentive daily and psychological support.
For Japanese residents who are visibly identifiable as foreign nationals, the discipline of day-to-day risk management has taken on heightened significance. While Germany remains fundamentally secure and serious crimes against foreigners are statistically rare, heightened socio-political tensions call for vigilant discretion. Basic safety practices—such as staying alert to one’s surroundings, steering clear of demonstrations, avoiding walking alone at night, and refusing to engage with discriminatory provocations—are more critical than ever. Moreover, though German culture famously prizes debate, topics touching on immigration, public order, and national identity have turned into emotional minefields. Here, wisdom lies in exercising restraint and preserving a thoughtful, measured distance.
Yet Germany still possesses an unwavering tradition of the rule of law and a resilient civil society capable of democratic self-correction. Rather than giving in to undue anxiety, we are called to face these societal shifts with clarity, fortifying our practical defenses while demonstrating flexible adaptability. As Nichidoku Keizai Nikki, we remain dedicated to delivering pragmatic, insightful analyses that serve as a compass for all of you navigating this dynamic terrain.
<German>
Der Aufstieg der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) setzt sich ungebremst fort – angetrieben von wachsendem Unmut über hohe Energie- und Lebenshaltungskosten, anhaltende Konjunkturschwäche sowie die Asyl- und Migrationspolitik. In bundesweiten Umfragen nähert sich die Partei mittlerweile der 30-Prozent-Marke und liegt damit unangefochten an der Spitze. Bundeskanzler Merz hatte einst vollmundig versprochen, die AfD „zu halbieren“; ironischerweise hat sich seither jedoch die Zustimmung für die von ihm geführte Union nahezu halbiert – gemessen am Höchststand zu Beginn der Pandemie 2020. Zwar ist eine Regierungsübernahme der AfD ohne eigene absolute Mehrheit vorerst ausgeschlossen, doch gestaltet sich die Regierungsbildung unter Ausschluss der Rechtsaußenpartei immer diffiziler. Selbst ein zustande gekommendes Bündnis dürfte zu mutigen Reformen kaum in der Lage sein. Überdies droht ein Erstarken europaskeptischer und fremdenfeindlicher Tendenzen internationale Spitzenkräfte abzuschrecken, was den akuten Fachkräftemangel verschärft und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächt. Zugleich wachsen die Sorgen vor einem Abfluss geheimer Staatsinformationen an bedenkliche Drittstaaten, da immer mehr AfD-Abgeordnete Einblick in sensible Ausschussunterlagen erhalten.
Vor diesem Hintergrund sollten in Deutschland tätige japanische Unternehmen insbesondere drei Kernpunkte beachten:
Gewinnung und Bindung von Fachkräften: Angesichts der Verrentungswelle der geburtenstarken Jahrgänge verschärft sich die Personallücke zusehends. Umso wichtiger ist es, das Bewerberspektrum durch flexiblere Einstellungskriterien und die konsequente Etablierung des Englischen als Unternehmenssprache spürbar zu erweitern.
Neujustierung des strategischen Szenarioplanings: In Geschäftsmodellen sollten politische Kehrtwenden in jenen Bereichen einkalkuliert werden, die im Zentrum der AfD-Fundamentalopposition stehen – namentlich die Sanktionspolitik gegenüber Russland sowie ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen.
Schutz und Fürsorge für internationale Mitarbeiter: Unternehmen sollten regionale Risikoprofile präzise evaluieren und ihre Belegschaft mit relevanten Sicherheitsinformationen für den Alltag sowie verlässlicher Fürsorge unterstützen.
Auch für uns als sichtbar erkennbare japanische Residenten gewinnt das persönliche Risikobewusstsein im Alltag an Gewicht. Zwar ist Deutschland nach wie vor ein sicheres Land, in dem schwere Gewalttaten gegen Ausländer statistisch eine Ausnahme darstellen, doch verlangt die spürbare Polarisierung erhöhte Achtsamkeit. Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen – wie die aufmerksame Wahrnehmung der Umgebung, das Meiden von Demonstrationen, der Verzicht auf nächtliche Alleingänge und das bewusste Überhören rassistischer Provokationen – sind wichtiger denn je. Auch wenn Deutschland eine ausgeprägte Streitkultur pflegt, sind Kontroversen um Migration, innere Sicherheit und nationale Identität mittlerweile zu hochemotionalen Minenfeldern geworden. Hier empfiehlt sich kluge Zurückhaltung statt vorschneller Wortgefechte.
Deutschland verfügt über eine tief verwurzelte rechtsstaatliche Tradition und eine widerstandsfähige Zivilgesellschaft mit ausgeprägten Selbstheilungskräften. Statt in übertriebene Sorge zu verfallen, kommt es darauf an, diesen gesellschaftlichen Wandel nüchtern zu begreifen, pragmatische Vorkehrungen zu treffen und die eigene Anpassungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Das Nichidoku Keizai Nikki wird auch künftig fundierte Analysen bereitstellen, um Ihnen in dieser dynamischen Phase als verlässlicher Kompass zur Seite zu stehen.
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