日独経済日記

「毎日がうまくいく366のヒント」の訳者:今のドイツのリアルをお届けします

AI活用の現状:日本の課題と可能性

ブログランキング・にほんブログ村へ にほんブログ村 海外生活ブログ ドイツ情報へ  にほんブログ村 外国語ブログ ドイツ語へ  にほんブログ村 投資ブログへ

  

<Japanese>

最近発表された野村総合研究所の「AI活用4か国(日米中独)調査」を見て、日本の現状に歯痒さを覚えました。AIを月に数回以上利用している割合は、中国が9割、米独が6割に達するのに対し、日本は35%にとどまっています。さらに深刻なのが「有料」AIサービスの利用率です。中国の66%、アメリカの40%、ドイツの34%に対し、日本はわずか16%。他国がAIを「不可欠な投資」と捉えて積極導入を進める中、日本では「いかにして無料で使い倒すか」という、目に見えない価値への投資を渋る傾向が浮き彫りになっています。

背景には、「水と安全と良質なサービスはタダ」という、日本特有の文化が根付いているように思えてなりません。「おもてなし」の名の下に、期待を上回る付加価値を無償で提供することが美徳とされる日本では、「高品質なタダ」が横行し、結果として金額で測定される生産性を低迷させています。

一方、ドイツでは提供する付加価値に対し、躊躇なく正当な対価を要求します。街中で1ユーロのミネラルウォーターが空港で5ユーロで売られるのは当たり前ですし、ルフトハンザ航空の従業員も、処遇改善のためとなれば顧客への影響を厭わずストライキを断行します。価値あるものには対価を払う「ギブ・アンド・テイク」が明確なドイツに対し、日本は「三方良し」を掲げながらも、実態は「供給側の身を削る努力」で帳尻を合わせていることが多いのです。

日本がAI活用における世界とのギャップを埋めるために必要なのは、AIの技術的理解を深めること以上に、「付加価値には正当な対価を支払う(そして請求する)」というグローバルスタンダードを徹底することではないでしょうか。日本にも「タダより高いものはない」という諺があります。何でも無料で済ませようとし続けた結果、世界から大きく取り残されるという莫大な「コスト」だけは払いたくないものです。

 

<English>

Upon reviewing the recently published "Four-Country AI Utilization Survey (Japan, US, China, Germany)" by the Nomura Research Institute, I couldn't help but feel a sense of frustration regarding Japan's current standing. While the proportion of those using AI several times a month or more has reached 86% in China and 60% in both the US and Germany, Japan lingers at a mere 35%. Even more concerning is the adoption rate of paid AI services. Compared to 66% in China, 40% in the US, and 34% in Germany, Japan stands at a dismal 16%. While other nations view AI as an indispensable investment and are actively integrating it, Japan exhibits a stark reluctance to invest in intangible value, preoccupied instead with figuring out "how to exploit it for free."

I cannot help but feel that the root of this issue lies in a uniquely Japanese cultural assumption: "Water, safety, and high-quality service are free." In a society where providing exceptional added value free of charge is hailed as a virtue under the guise of omotenashi (hospitality), "high-quality freebies" run rampant. Consequently, this drives down Japan's productivity when measured in monetary terms.

In stark contrast, Germany demands fair compensation for added value without hesitation. It is entirely normal for a bottle of mineral water that costs 1 euro in the city to be sold for 5 euros at the airport. Similarly, Lufthansa employees will not hesitate to go on strike for better working conditions, regardless of the inconvenience it causes customers. While Germany operates on a clear "give and take" principle where value dictates price, Japan champions the ideal of sampo-yoshi (three-way satisfaction), though in reality, the balance is often maintained merely through the self-sacrifice of the supply side.

To bridge the global gap in AI utilization, what Japan needs—perhaps even more than a deeper technical understanding of AI—is to fully embrace the global standard of paying (and charging) a fair price for added value. There is a Japanese proverb that warns, "Nothing is more expensive than something free." The one exorbitant "cost" we must avoid paying is being left far behind the rest of the world as a consequence of endlessly trying to get everything for free.


<German>

Beim Lesen der kürzlich veröffentlichten „Vier-Länder-Studie zur KI-Nutzung (Japan, USA, China, Deutschland)“ des Nomura Research Institute überkam mich angesichts der aktuellen Lage Japans eine gewisse Frustration. Während der Anteil derjenigen, die KI mehrmals im Monat oder öfter nutzen, in China 86 % und in den USA sowie in Deutschland 60 % erreicht, stagniert Japan bei lediglich 35 %. Noch bedenklicher ist die Nutzungsrate von kostenpflichtigen KI-Diensten. Gegenüber 66 % in China, 40 % in den USA und 34 % in Deutschland liegt Japan bei mageren 16 %. Während andere Länder KI als unerlässliche Investition betrachten und deren Einführung aktiv vorantreiben, offenbart sich in Japan eine ausgeprägte Zurückhaltung, in immaterielle Werte zu investieren; stattdessen dominiert die Mentalität: „Wie kann ich das Ganze kostenlos bis zum Äußersten ausreizen?“

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Ursache tief in einer spezifisch japanischen Kultur verwurzelt ist, die davon ausgeht: „Wasser, Sicherheit und erstklassiger Service sind umsonst.“ In einem Land, in dem es unter dem Deckmantel von Omotenashi (Gastfreundschaft) als Tugend gilt, Erwartungen unentgeltlich zu übertreffen, ist das Phänomen der „hochwertigen Gratisleistung“ allgegenwärtig. Dies führt letztendlich dazu, dass die in Geld gemessene Produktivität Japans gedrückt wird.

Im Gegensatz dazu fordert man in Deutschland für erbrachten Mehrwert ohne Zögern eine angemessene Vergütung. Es ist völlig normal, dass eine Flasche Mineralwasser, die in der Stadt 1 Euro kostet, am Flughafen für 5 Euro verkauft wird. Ebenso zögern die Angestellten der Lufthansa nicht, für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken, auch wenn dies mit erheblichen Unannehmlichkeiten für die Passagiere verbunden ist. Während in Deutschland ein klares „Geben und Nehmen“ herrscht, bei dem Wert seinen Preis hat, rühmt sich Japan zwar des Ideals Sampo-Yoshi (Zufriedenheit für alle drei Seiten), gleicht aber in der Realität die Bilanz oft nur durch die aufopferungsvolle Selbstausbeutung der Anbieter aus.

Um die Kluft, die bei der KI-Nutzung zwischen Japan und dem Rest der Welt klafft, zu schließen, bedarf es womöglich weniger eines tieferen technischen Verständnisses der KI, als vielmehr der konsequenten Umsetzung eines globalen Standards: für Mehrwert eine angemessene Gegenleistung zu zahlen (und auch einzufordern). Auch in Japan gibt es das Sprichwort: „Nichts ist teurer als das, was kostenlos ist.“ Den enormen „Preis“, der Welt im Streben nach Kostenlosigkeit hoffnungslos hinterherzuhinken, sollten wir unter allen Umständen vermeiden zu zahlen.


気に入って頂けましたら、今日の応援(↓ポチっと)よろしくお願いします(1秒で済みます)。
応援クリックは何よりも更新の励みになります。
ご質問などございましたら遠慮なくコメント欄にお寄せください。

ブログランキング・にほんブログ村へ にほんブログ村 海外生活ブログ ドイツ情報へ  にほんブログ村 外国語ブログ ドイツ語へ  にほんブログ村 投資ブログへ