日独経済日記

「毎日がうまくいく366のヒント」の訳者:今のドイツのリアルをお届けします

20250720 最近の円安ユーロ高に想う

 

<Japanese>

円安ユーロ高が止まりません。ユーロ円レートは先週も上昇を続け、1ユーロ173円で越週しました。名目長期金利からインフレ率を差し引いた実質長期金利が日本では深いマイナスなのに対し、ユーロではプラスであり、その差拡大が円安ユーロ高をけん引しています。名目短期金利もユーロの方が金利が高く、ヘッジコストが大きいため、ユーロ売り円買いポジションを維持しづらい状況でもあります。そして何より、米国債入札不調やトランプのドル安誘導発言などをきっかけにいつ起こるとも知れないドル安のリスクを考えると、第2のグローバル通貨として円より買われやすそうなユーロが人気化しやすくなっています。2024年7月につけた175.42円を上抜けすると新高値/青天井状態になるので、1ユーロ200円の大台到達を伺う展開になりそうです。

在日ドイツ企業が「フェア」だと考えるユーロ円レートは130円くらいと言われていますが、IMF購買力平価(2025年)1ユーロ129.56円と整合的です。一方、日本企業の想定為替レート(日銀短観、大企業製造業、2025年)は1ユーロ157.77円ですので、実勢レート比15円以上の円高クッションをもっていることになります。英エコノミスト誌のビッグマック平価(2025年7月分)が先週発表されましたが、ビッグマック単体価格が日本で480円であるに対してユーロ圏では5.96ユーロ、従ってビッグマック平価は1ユーロ80.54円となっていました。企業の体感でも、個人の生活実感でも、かなりの(行き過ぎた)円安ユーロ高になっているということです。

ドイツでの我が家の買い物は、スーパーで食材を仕入れる程度のつつましいものなのですが、何かにつけて対円でのユーロの割高さがこの上なく身に染みる今日この頃です。私が普段から独自にモニターしている「永谷園お茶漬けのり平価」の66.22円、「エスビーゴールデンカレールー平価」53.71円は、ドイツで最低限の日本的食生活を維持するコストの高さを思い知らせてくれます。ユーロ建てで持っているDAXETFが円に換算するとかなり増えてくれているから大丈夫、と自分を慰めるようにしています。


【ご参考】お茶漬けのりは、幅広く応用が利くので、海外生活の必需品です

cookpad.com


<English>

The yen's depreciation/euro's appreciation continues unabated. The euro-yen exchange rate rose further last week, closing at 173 yen per euro. While real long-term interest rates in Japan, which are calculated as nominal long-term interest rates minus the inflation rate, are deep in negative territory, they are positive in the eurozone. This widening gap is driving the euro-yen exchange rate higher. Nominal short-term interest rates are also higher in the eurozone. This increases hedging costs and makes it more difficult to maintain euro-yen short positions. Above all, however, the euro is becoming increasingly popular as a second global currency which looks more attractive than yen. This is particularly relevant in light of the risks of unsuccessful US Treasury auctions and Trump's comments on weakening the dollar, which could cause dramatic dollar weakness at any time. If the exchange rate exceeds the high of 175.42 yen per euro reached in July 2024, a new high will be reached and there could be a development in which the 200 yen per euro mark is reached.

The euro-yen exchange rate that German companies based in Japan consider “fair” is around 130 yen per euro. This corresponds to the IMF's purchasing power parity (2025) of 1 euro = 129.56 yen. On the other hand, the exchange rate expected by Japanese companies (Bank of Japan Tankan survey, large manufacturing companies, 2025) is 1 euro = 157.77 yen. This creates a buffer against a potential appreciation of the yen by more than 15 yen against the current exchange rate. Last week, the Big Mac Index of the UK magazine “The Economist” (for July 2025) was published. A Big Mac costs 480 yen in Japan, but 5.96 euros in the eurozone, so the Big Mac parity is 80.54 yen per euro. From both a business and consumer perspective, the yen is therefore significantly undervalued against the euro.

My purchases in Germany are limited to buying groceries at the supermarket. However, at the moment, I feel how extremely expensive the euro is compared to the yen in everything I do. The parity of 66.22 yen for “Nagatanien Ochazuke Nori (dried, salted nori seaweed flakes eaten with rice and hot water)” and 53.71 yen for “SB Golden Curry,” which I regularly observe, illustrate the high cost of a minimal Japanese diet in Germany. I try to console myself with the fact that my DAX ETF, which is held in euros, has recently gained significantly in value in yen.


<German>

Die Abwertung des Yen/Aufwertung des Euro hält unvermindert an. So stieg der Euro-Yen-Kurs auch letzte Woche weiter an und schloss bei 173 Yen pro Euro. Während die realen langfristigen Zinsen in Japan, die sich aus den nominalen langfristigen Zinsen abzüglich der Inflationsrate ergeben, tief im negativen Bereich liegen, sind sie im Euroraum positiv. Diese steigende Differenz treibt den Euro-Yen-Kurs voran. Auch die nominalen kurzfristigen Zinsen sind im Euroraum höher. Das erhöht die Hedging-Kosten und macht es schwieriger, Euro-Yen-Shortpositionen aufrechtzuerhalten. Vor allem aber wird der Euro als zweite globale Währung, die attraktiver als der Yen scheint, immer beliebter. Dies ist vor dem Hintergrund der Risiken erfolgloser US-Staatsanleiheauktionen und Trumps Äußerungen zur Schwächung des Dollars, die jederzeit eine dramatische Dollarschwäche verursachen könnten, besonders relevant. Wenn der Kurs den im Juli 2024 erreichten Höchststand von 175,42 Yen pro Euro übersteigt, wird ein neues Hoch erreicht und es könnte zu einer Entwicklung kommen, bei der die 200-Yen-Marke pro Euro erreicht wird.

Der Euro-Yen-Kurs, den in Japan ansässige deutsche Unternehmen als „fair“ betrachten, liegt bei etwa 130 Yen pro Euro. Dies entspricht der Kaufkraftparität des IWF (2025) von 1 Euro = 129,56 Yen. Auf der anderen Seite liegt der von japanischen Unternehmen erwartete Wechselkurs (Tankan-Umfrage der Bank of Japan, große Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, 2025) bei 1 Euro = 157,77 Yen. Dies schafft einen Puffer gegen eine mögliche Aufwertung des Yen um mehr als 15 Yen gegenüber dem aktuellen Wechselkurs. Letzte Woche wurde der Big-Mac-Index des britischen Magazins „The Economist” (für Juli 2025) veröffentlicht. Ein Big Mac kostet in Japan 480 Yen, in der Eurozone hingegen 5,96 Euro, sodass die Big-Mac-Parität bei 80,54 Yen pro Euro liegt. Sowohl aus Sicht der Unternehmen als auch aus Sicht der Verbraucher ist der Yen also deutlich unterbewertet gegenüber Euro.

Meine Einkäufe in Deutschland beschränken sich auf den Kauf von Lebensmitteln im Supermarkt. Derzeit spüre ich jedoch bei allem, was ich mache, wie extrem teuer der Euro im Vergleich zum Yen ist. Die von mir regelmäßig beobachteten Parität von 66,22 Yen für „Nagatanien Ochazuke Nori (Getrocknete, gesalzene Nori-Algenflocken, die zusammen mit Reis und heißem Wasser gegessen werden)” und 53,71 Yen für „SB Golden Curry” verdeutlichen die hohen Kosten für eine minimal japanische Ernährung in Deutschland. Ich versuch, mich damit zu trösten, dass neuerdings mein in Euro gehaltener DAX-ETF in Yen deutlich an Wert gewonnen hat.

 

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